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Cybersicherheit aus der Perspektive von Digital Natives

Cyberangriffe werden immer häufiger und raffinierter. In diesem Umfeld ist es klar, dass Unternehmen IT-Sicherheitsstrategien entwickeln müssen, die nicht nur auf Angriffe reagieren, sondern diese auch verhindern können .

Wir beobachten, dass Unternehmen ihre Cybersicherheitsstrategien ändern und sich gleichermaßen auf Menschen, Anwendungen und Netzwerke konzentrieren. In diesem Zusammenhang ist das Zero Trust-Sicherheitskonzept zu einem immer beliebteren Ansatz geworden.

Dieses Sicherheitsmodell eignet sich hervorragend, um die immer komplexeren Anforderungen an den Datenschutz zu erfüllen, da es den Schwerpunkt auf den Zero Trust-Netzwerkzugang (ZTNA) legt, der eine kontinuierliche Überprüfung auch innerhalb des Netzwerkperimeters erfordert – eine Abkehr vom traditionellen perimeterbasierten Ansatz von „Burg und Burggraben“.

Die breite Einführung dieses Modells hängt jedoch von der Neugierde der Unternehmen ab, die das Potenzial der neuen Technologien wirklich verstehen. Digital-native Unternehmen (DNBs) sind in dieser Hinsicht besondere Vorreiter, da sich der Zero Trust-Ansatz aufgrund ihrer Abhängigkeit von technologiebasierten Betriebsmodellen als besonders geeignet erweist.

Außerdem zeigen Untersuchungen, dass eine einzige Datenschutzverletzung weltweit durchschnittlich über 4 Mio. USD kostet. Umso dringlicher ist die Einführung dieser Technologie, wobei digitale Unternehmen ganz besonders wachsam sein müssen – denn für sie steht noch mehr auf dem Spiel.

Durch die Einführung von Zero Trust im Bereich der IT-Sicherheit können sich traditionelle Unternehmen, die digitalen Innovationen offenstehen, von der Konkurrenz abheben. Sie werden ihrem Unternehmen zeigen können, dass sie moderne Ansätze für die Datensicherheit anwenden und so ihre Ziele bei der Beschleunigung ihrer Transformation im Sicherheitsbereich erreichen können.

Ein Beispiel dafür war vor kurzem ein großer staatlicher Gesundheitsdienstleister, der zwar zur Nutzung von Virtual Private Networks (VPNs) verpflichtet war, aber stattdessen ZTNA in Kombination mit fortschrittlicher Endpoint Detection and Response (EDR) einsetzte, um sich durch Transparenz und Kontrolle besser gegen die globalen Bedrohungen zu schützen.


Technologie annehmen – ein Kernstück der Identität

Lassen Sie uns ein wenig über die Denkweise digitaler Unternehmen sprechen. Sie zeichnen sich durch ihre Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft aus. Im Gegensatz zu einigen traditionellen Unternehmen, die den digitalen Wandel langsamer vollzogen haben, haben sich diese Organisationen dazu entschlossen, die neuen Technologien zu einem zentralen Bestandteil ihrer Identität zu machen.

Dies gilt umso mehr für die Cybersicherheit, denn digitale Unternehmen sind sich der Notwendigkeit des Schutzes personenbezogener Daten auf eine Art und Weise bewusst, die die neuen Technologien einbezieht. Da ihr Geschäftserfolg in hohem Maße von der Technologie abhängt, wissen sie genau, welche Folgen Datenschutzverletzungen für alle Beteiligten haben. Digitale Unternehmen lösen einen Wandel in der Diskussion um Cybersicherheit aus, indem sie ihre Aufmerksamkeit auf die Entwicklung einer robusten Sicherheitskultur richten.

Mit ihrem starken Fokus auf alles, was mit der Digitalisierung zu tun hat, tragen diese Organisationen auch dazu bei, Marktsegmente wie den Einzelhandel, Banken und Versicherungen zu inspirieren, ihre eigene digitale Transformation zu beschleunigen. Das ist eine äußerst positive Entwicklung, denn die Branchen werden sich weiterhin gegenseitig anregen, um ihren Kunden die besten Werkzeuge und Dienstleistungen zu bieten.

Versierte Unternehmen wissen, dass sie ihrer Zielgruppe mehr Wert bieten können, wenn sie im ersten Schritt das nötige Vertrauen schaffen. Wenn Kunden und Verbraucher darauf vertrauen, dass Unternehmen ihre Daten schützen können, werden sie davon profitieren, indem sie das Kundenerlebnis verbessern und letztlich höhere Einnahmen erzielen.



Wie Digital Natives Zero Trust vorantreiben

„Digital First“-Unternehmen, die über ein umfassendes Verständnis der Cybersicherheitsrisiken verfügen, legen Wert auf nahtlose IT-Erlebnisse, die die Bedürfnisse der Nutzenden in den Vordergrund stellen. Sie haben die Bedeutung von Daten erkannt und fügen diese nahtlos in den Zero Trust-Ansatz ein.

Unternehmen, die dieses Modell übernehmen, profitieren von mehreren Vorteilen und können zu einem sicheren Umfeld für alle beitragen. Hier sind die 5 wichtigsten Vorteile von Zero Trust, die Digital Natives für sich genutzt haben:

  1. Die Nutzererfahrung im Fokus. Indem sie das VPN abschaffen und durch ZTNA ersetzen, beseitigen die Digital Natives unnötige Hindernisse für die Nutzenden. Durch die Integration von ZTNA mit starker Authentifizierung und kostengünstiger Hardwaresicherheit sind Unternehmen in der Lage, den doppelten Gewinn einer besseren Nutzererfahrung UND einer besseren Sicherheitslage zu erzielen – ein Ergebnis, das in der Tech-Industrie selten zu sehen ist.

  2. Ein Verständnis dafür, wie wichtig die Datensicherheit ist. Da die Nutzenden nur auf die Informationen zugreifen dürfen, die sie benötigen, und diese Notwendigkeit ständig neu bewertet wird, bietet die Zero Trust-Architektur eine solide Versicherungspolice gegen den Verlust oder Diebstahl von Daten im Falle einer Sicherheitsverletzung. Zero Trust kann das Schadensausmaß eines Datenverstoßes massiv reduzieren, indem es den Zugriff eines Angreifers auf die gestohlenen Anmeldeinformationen einschränkt.

    In Anbetracht der enormen Kosten, die ein einziger Cybervorfall verursacht, ist die Umsetzung dieses Frameworks und die damit verbundene Reduktion des Betriebsrisikos gut angelegtes Geld. Dies gilt umso mehr für digitale Unternehmen, die zur Verarbeitung und Speicherung ihrer Daten auf cloudbasierte Lösungen (SaaS, IaaS und PaaS) angewiesen sind.

  3. Akzeptanz einer dynamischen und verteilten Umgebung. Zero Trust nimmt auch den Wandel in der modernen IT-Landschaft zur Kenntnis: Cloud-Dienste sind auf dem Vormarsch, Remote-Arbeit wird zur „Norm“, und mobile Geräte machen den traditionellen Netzwerkperimeter überflüssig.

    Obwohl Zero Trust eine kontinuierliche Überprüfung von Nutzenden, Geräten und Netzwerk-Traffic erfordert, bevor der Zugriff gewährt wird, haben digitale Unternehmen bereits bewiesen, dass sie mit den Komponenten verteilter Infrastrukturen vertraut sind. Dadurch sind sie bestens in der Lage, moderne IT-Umgebungen zu verstehen und zu steuern.

  4. Akzeptanz der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und Authentifizierung. Da der Schwerpunkt auf der ständigen Überwachung und Authentifizierung von Nutzenden, Geräten, Apps und Netzwerk-Traffic liegt, eignet sich Zero Trust auch gut für digitale Unternehmen, die bereits mit Sicherheitsmaßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Biometrie vertraut sind. Das macht es wahrscheinlicher, dass sie die von Zero Trust geforderten laufenden Überprüfungsprozesse akzeptieren und sich darauf einstellen.

  5. Einsatz von SASE für nutzerzentrierte und kontextbezogene Sicherheit. Als Teil eines SASE-Frameworks (Secure Access Service Edge) berücksichtigt Zero Trust bei Zugangsentscheidungen auch kontextbezogene Faktoren.

    Dazu gehören der Standort des Nutzenden, die Tageszeit, die Sicherheitsstandards des Unternehmens, die Einhaltung von Richtlinien und eine laufende Bewertung des Gesamtrisikos bei der Zugriffsgewährung. Digitale Unternehmen, die an personalisierte Erfahrungen und kontextbezogene Technologien gewöhnt sind, wissen die Vorteile dieser Sicherheitsmaßnahmen zu schätzen und passen ihr Verhalten entsprechend an.


Implementierung von Zero Trust-Sicherheit

Unternehmen sind bestrebt, ihre Assets zu schützen, Datenschutzverletzungen vorzubeugen und das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen. Darum müssen sie das Mindset von Digital Natives und die Prinzipien von Zero Trust für eine sichere Zukunft in den Vordergrund stellen. Dies sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit und schafft einen Mehrwert für Unternehmen, indem es Innovationen fördert, sensible Informationen schützt und die Markentreue stärkt.

Digitale Unternehmen sind in einer einzigartigen Position, um die Einführung dieses Sicherheitsrahmens zu forcieren, da ihr inhärentes Verständnis von Cybersicherheitsrisiken und ihr Engagement für den Datenschutz perfekt mit den Kernprinzipien der ZTNA übereinstimmen.

Zero Trust mag unglaublich komplex klingen, aber mit den richtigen Technologieanbietern lässt sich dieses Sicherheitsmodell recht einfach einführen. So ist es beispielsweise möglich, SASE-Plattformen zu implementieren, die Netzwerkdienste mit einem integrierten Zero Trust-Ansatz für den Benutzer- und Gerätezugriff kombinieren, während die Kunden automatisch Zero Trust-Schutz für alle ihre Assets und Daten implementieren.

Dies wiederum fördert die Innovation, verbessert das Kundenerlebnis, stärkt die Markentreue und fördert den Gesamterfolg von Unternehmen in einer zunehmend vernetzten und verletzlichen Welt, indem es Bedrohungen in Chancen verwandelt.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie zu den neuesten Trends und Themen, die für Entscheidungsträgerinnen und -träger aus der Tech-Branche heute von Bedeutung sind.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich für Business Reporter erstellt


Vertiefung des Themas:

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Wichtigste Eckpunkte

Folgende Informationen werden in diesem Artikel vermittelt:

  • Warum ein „Zero Trust“-Ansatz für die Cybersicherheit immer beliebter wird

  • Wie digitale Unternehmen einen Wandel in der Cybersicherheit auslösen, indem sie sich auf Sicherheit als Kultur konzentrieren

  • 5 Vorteile von Zero Trust für moderne Sicherheitsstrategien


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