Was ist eine Top-Level-Domain?

Top-Level-Domains stehen am Ende von Domainnamen und sind wichtig für die Klassifizierung von Domainnamen sowie für die DNS-Suche.

Lernziele

Nach Lektüre dieses Artikels können Sie Folgendes:

  • Top-Level-Domains definieren
  • Zweck von TLDs verstehen
  • Überblick über die verschiedenen Arten von TLDs

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Was ist eine Top-Level-Domain (TLD)?

n der DNS-Hierarchie stellt eine Top-Level-Domain (TLD) den ersten Halt nach der Root-Zone dar. Einfacher ausgedrückt, ist eine TLD alles, was auf den letzten Punkt eines Domainnamens folgt. Im Domainnamen „google.com“ zum Beispiel ist „.com“ die TLD. Einige andere beliebte TLDs sind „.org“, „.uk“ und „.edu“.

TLDs spielen eine wichtige Rolle bei der DNS-Suche. Wenn ein Nutzer einen Domainnamen wie“google.com“in sein Browserfenster eingibt, starten die DNS-Resolver die Suche, indem sie mit dem TLD-Server kommunizieren. In diesem Fall ist die TLD“.com", sodass der Resolver den TLD-DNS-Server kontaktiert, der dem Resolver dann die IP-Adresse des Ursprungsservers von Google mitteilt.

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat die Autorisierung für alle im Internet verwendeten TLDs und delegiert die Verantwortung für diese TLDs an verschiedene Organisationen. Zum Beispiel betreibt ein amerikanisches Unternehmen namens VeriSign alle „.com“ und „.net“ TLDs.

Ein weiterer Sinn der TLDs ist es, den Verwendungszweck von Domainnamen zu klassifizieren und zu kommunizieren. Jede TLD sagt etwas über die vorangehende Domain aus; sehen wir uns einige Beispiele an:

  • „.com“ ist für kommerzielle Unternehmen bestimmt.
  • „.gov“ ist für U.S.-Regierungsstellen.
  • „.uk“ ist für Domains aus dem Vereinigten Königreich.

Auch die TLDs selbst werden in eine von mehreren Gruppen eingeteilt.

Welche verschiedenen Arten von TLDs gibt es?

  • Generische TLDs: Generische TLDs (gTLDs) umfassen einige der gebräuchlichsten Domainnamen im Internet, wie „.com“, „.net“ und „.org“. Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat die Schaffung neuer gTLDs früher stark eingeschränkt, aber 2010 wurden diese Einschränkungen gelockert. Jetzt gibt es Hunderte von weniger bekannten gTLDs, wie „.top“, „.xyz“ und „.loan“.
  • Länderspezifische TLDs: Länder-TLDs (ccTLDs) sind für die Nutzung durch Länder, souveräne Staaten und Territorien reserviert. Einige Beispiele sind „.uk“, „.au“ (Australien) und „.jp“ (Japan). Die Internet Assigned Numbers Authority (IANA), die von der ICANN verwaltet wird, ist für die Auswahl geeigneter Organisationen an jedem Standort für die Verwaltung der ccTLDs zuständig.
  • Gesponserte TLDs: Diese TLDs repräsentieren in der Regel berufliche, ethnische oder geografische Gemeinschaften. Jede gesponserte TLD (sTLD) hat einen beauftragten Sponsor, der diese Gemeinschaft repräsentiert. So ist beispielsweise „.app“ eine TLD für die Entwicklergemeinschaft und wird von Google gesponsert. In ähnlicher Weise ist „.gov“ für die Nutzung durch die US-Regierung bestimmt und wird von der General Services Administration gesponsert.
  • Infrastrukturelle TLDs: Diese Kategorie enthält nur eine einzige TLD: „.arpa“. Benannt nach DARPA, der US-Militärforschungsorganisation, die bei der Entwicklung des modernen Internets Pionierarbeit geleistet hat, war „.arpa“ die erste TLD, die jemals geschaffen wurde, und ist heute für infrastrukturelle Aufgaben reserviert, wie z. B. die Erleichterung von Reverse-DNS-Lookups.
  • Reservierte TLDs: Einige TLDs stehen auf einer Reservierungsliste, was bedeutet, dass sie dauerhaft nicht verwendet werden können. So ist z. B. „.localhost“ für lokale Computerumgebungen reserviert, und „.example“ ist für die Verwendung in Beispiel-Demonstrationen reserviert.

Sind TLDs von Bedeutung?

Es gibt inzwischen so viele TLD-Optionen, dass die Auswahl für jemanden, der einen neuen Domainnamen registrieren möchte, überwältigend sein kann. Jahrelang galt „.com“ als die einzige Option für seriöse Unternehmen. Experten sagen jedoch voraus, dass sich die Wahrnehmung alternativer TLDs stark verändern wird, wenn das Angebot an „.com“-Domains schwindet und einige der neueren TLDs weiter an Fahrt gewinnen. Da große Unternehmen wie Twitter und Apple damit begonnen haben, alternative TLDs für ihre Produkte einzuführen (t.co bzw. itun.es), können wir diese Verschiebung bereits in der Praxis beobachten. Es kann also besser sein, einen cleveren und einprägsamen Domainnamen unter einer alternativen TLD zu kreieren, als auf einer „.com“-Domain zu bestehen.